Nachdem nun eine schöne Arbeitsatmosphäre geschaffen wurde, wollen wir die gute Stimmung und hohe Motivation auch gleich ausnutzen. Wichtig ist dabei, dass wir alle mitnehmen. Wenn sich nicht alle Teilinehmer kennen, erstellen Namensschilder zum Ankleben. Das erleichtert die Kommunikation untereinander.

Wir schlagen vor, dass man die 1. Sitzung der Wahlkampfkommission in fünf Blöcke gliedert. Als Zeitrahmen reichen meist zwei Stunden.

 I.              Block: Was wollt ihr als Kandidat? (15 Minuten)

Zunächst musst du wissen, was du als Kandidat willst. Wie willst du wahrgenommen werden? Wo liegt dein Schwerpunkt? Was sind deine Themen im Wahlkampf? Was ist dein Ziel?

 a) Inhalte

Erarbeite diese Säulen des Wahlkampfs mit deinem Inner Circle und stelle diese der Wahlkampfkommission vor. Dabei zählt vor allem eines: authentisch bleiben. Überlege dir Themen, die dir persönlich wichtig sind und richte dich nicht nach den Themen, von denen du glaubst, dass sie wichtig sind. Natürlich musst du ein gewisses Grundwissen in zentralen Fragen mitbringen, aber wenn du dich nun mal für Sozialpolitik nicht wirklich interessiert, dann tu auch nicht so. Das fällt irgendwann auf! Suche dir lieber Themen, zu denen du eine Leidenschaft aufgebaut hast. Denn auch das wird auffallen!

b) Wahlkampfaktionen

Neben den Inhalten solltest du auch das Grundmuster deines Wahlkampfes vorgeben. Auch hier sind bestimmte Dinge gesetzt. Aber auch hier gilt, wähle die Aktionen bei denen du dich wohl fühlst. Auch hier empfehlen wir nicht alle Wahlkampfaktionen gleichstark einzusetzen, sondern dosiert vorzugeben. Wenn du beispielsweise stark auf Facebook setzen willst, dann erkläre das deiner Wahlkampfkommission. Sie müssen wissen, wohin die Reise geht. Über die einzelnen Stationen der Reise unterhalten wir uns gleich.

II.            Block: Das Co-Referat – Professionelle Begleitung (15 Minuten)

Hier regen wir das Auftreten einer Agentur an. Hintergrund: Die Geschichte vom Propheten im eigenen Land. Wir haben die Beobachtung gemacht, dass die Unterstützer Vorschläge der Wahlkampfführung besser aufnehmen und verinnerlichen, wenn das gewählte Verfahren von jemand „Professionellem“ unterstrichen und mit Zahlen untermauert wird. So ist es für alle besser nachvollziehbar, warum man dies und jenes tun sollst.

 III.           Block: Mitarbeit erwünscht – World Cafe (60 Minuten)

 Jetzt sind deine Unterstützer gefragt. Wir schlagen vor, dies in der Form eines Worldcafes zu machen. Hier mögliche Beispiel:

·   Formen des Online-Wahlkampf

·   Zielgruppenansprach

·   Aktionen mit inhaltlichem Schwerpunk

·   Aktionsformen mit geselligem Schwerpunkt

IV.          Block: Zusammenfassung der Ergebnisse und ggf. Berwertung

Nun stellen die Moderatoren mit Hilfe von Moderationskarten und einer großen Pinnwand die wesentlichen Ergebnisse vor. Nach jedem Themenfeld haben die Anwesenden kurz Zeit, die Vorschläge im Plenum zu diskutieren. Sind alle Fragen eines Bereichs geklärt, kommt es zur Prioritätensetzung. Dazu bekommt jeder Anwesende drei Aufkleberpunkte in die Hand. Damit geht er nun an die Pinnwand und gibt seinen/seinem Favoriten bis zu drei „Stimmen“. Die drei Projekte mit den meisten Punkten werden genauer geplant. Diese Schritte werden dann mit den restlichen Themenfeldern wiederholt.

Durch diese Aktionsformen können sich alle einbringen und auch darüber abstimmen, was sinnvoll erscheint. Am Ende hat man nach zwei Stunden Diskussion alle Ergebnisse dokumentiert und schon ein Ergebnis. Jetzt noch vier Fotos für das Fotoprotokoll und das Treffen ist auch schon dokumentiert.

V. Block: Feedback

Wichtig: Bevor alle nach Hause gehen, erkundige dich mittels eines kurzen Feedbackformulars, wie deine Helfer die Sitzung fanden.